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Haus Meier

Meierstraße 8, 32756 Detmold

Das Haus in der Meierstraße:Seit April 2017 ist das im 17. Jahrhundert erbaute Denkmal in der Meierstraße fertig gestellt. Dort bieten wir Ihnen hochwertige und modern eingerichtete Apartments mit Echtholzböden mitten in der Innenstadt.

Ein Detmolder Bürgerhaus aus dem 17. Jahrhundert. Aufgrund eingehender dendrochronologischer Untersuchungen, die im Zuge der Sanierung im Jahre 2016  durch den Detmolder Bauhistoriker Dr. Michael Sprenger durchgeführt wurden, konnte die Bauzeit des Hauses Meierstraße 8 auf die Jahre 1687-1695 datiert werden. Zu dieser Zeit war Graf Simon Heinrich ( 1649-1697) Landesherr der Grafschaft Lippe-Detmold. Er ging u.a. in die lippische Geschichte ein durch den Neubau des Lopshorner Jagdschlosses in der Senne, in dem das bereits im 16. Jahrhundert gegründete Senner Gestüt untergebracht war. In seiner mehr als 300jährigen Geschichte hatte das Haus Eigentümer aus den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Schichten Detmolds. Offiziere, Färber, Bürgermeister, Schuster, Tischlermeister, Kaufleute und Wirte zählten dazu. Im Erdgeschoß des Gebäudes befindet sich das Bier- und Speiselokal „Theotmalli“. Detmold wurde 783 als Theotmalli erstmals erwähnt. Der Name leitet sich von der althochdeutsch-altsächsischen Bezeichnung für eine Volkgerichtsstätte ab (Theot = Volk und Mahal = Gerichtsstätte).In den oberen 3 Geschossen des Hauses Meierstraße 8 stehen seit April 2017 insgesamt 9 Apartments unterschiedlicher Größe und individuellen Zuschnitts für Gäste zur Verfügung.

Apartments Haus Meier

Apt. 401 - Pauline - Ein Glücksfall für Lippe

Auf der linken Seite im Eingang des Hauses befindet sich das Apartment Pauline. Es ist modern eingerichtet und verfügt über eine vollwertige Küche.
Hier können bis zu 6 Gäste übernachten, 2 Personen im gemütlichen Boxspringbett, bis zu 2 Personen auf dem Schlafsofa und 2 weitere Personen auf dem Sofabett. Der Bereich in dem das Sofabett steht lässt sich durch einen Vorhang komplett abtrennen.

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Ausstattung

  • Kostenloses WLAN
  • Nichtraucher Wohnung
  • Baby- oder Kinderbett kostenlos
  • Voll ausgestattete Küche
  • Geschirrspülmaschine
  • Kaffeemaschine
  • Wohnung liegt im Obergeschoss
  • Padmaschine
  • Schlafmöglichkeit für bis 6 Personen
  • Satellitenfernsehen
  • Backofen
  • Herd
  • Kühlschrank
  • Eisfach
  • Haartrockner
  • Bettwäsche und Handtücher
  • Waschmaschine und Trockner im Keller
  • 44m²

Details zu den Apartments

Am 23. Februar 1769 in Ballenstedt am Harz als Prinzessin von Anhalt-Bernburg geboren heiratete Pauline am 2. Januar 1796 Leopold I. Fürst zur Lippe. Die Hochzeit wurde in Ballenstedt gefeiert. Am 21. Januar 1796 zog das Brautpaar unter großem Jubel der Bevölkerung in Detmold ein. Aus der Ehe gingen zwei Söhne, Leopold (1796) und Friedrich (1797) sowie eine Tochter, Louise (1800), hervor. Letztere starb kurz nach der Geburt. Nach dem Tode ihres Mannes am 4. April 1802 übernahm Pauline für ihren unmündigen 1. Sohn Leopold die Regentschaft.


Pauline, die bereits im Alter von 13 Jahren nach dem frühen Tod ihrer Mutter den Vater, Friedrich Albert, Fürst von Anhalt-Bernburg, bei der Wahrnehmung der Regierungsgeschäfte unterstützt hatte, insbesondere bei der Wahrnehmung der französischen Korrespondenz am Hofe von Schloss Ballenstedt, konnte den anfänglichen Widerstand der lippischen Landstände gegen ihre Regentschaft sehr bald überwinden. Pauline, von ihrem Vater erzogen, hatte sich früh als sehr gute Schülerin erwiesen und neben Latein und Französisch auch Geschichte und allgemeine Staatswissenschaften studiert. Ihre Ausbildung wurde stark von christlicher Ethik und dem Gedankengut der Aufklärung beeinflusst. Die Lehren von Johann Heinrich Pestalozzi und Jean-Jaques Rousseau bestimmten ihr Regierungshandeln in Lippe in besonderer Weise.

Zupackend und am Wohl der Schwächsten orientiert schuf sie auch gegen den Widerstand der Landstände, also der Ritter und Vertreter der Städte, zahlreiche soziale Einrichtungen in Lippe. Sie kümmerte sich zum Beispiel um das Wohl der kleinen Kinder, deren Eltern tagsüber arbeiten mussten, durch Einrichtung von Kinderbewahranstalten. Dabei gelang es ihr, die kostenlose Mitarbeit gebildeter Frauenzimmer zu gewinnen.

Die in Lippe herrschende große Armut war nach Paulines Auffassung auf die mangelnde Schul- und Ausbildung der Bevölkerung zurückzuführen. Viele Eltern schickten ihre Kinder nicht zur Schule, sondern ließen sie arbeiten oder betteln. Pauline richtete sog. Erwerbsschulen ein, in denen nicht nur theoretisches Wissen sondern handwerkliche Fertigkeiten vermittelt wurden. Die von den Kindern hergestellten Erzeugnisse wurden veräußert, der Erlös an die Kinder ausgeschüttet. Fürstin Pauline selbst nahm am Strickunterricht teil und verteilte kleinere Belohnungen an die Kinder.

Als die lippische Stadt Lemgo im Jahre 1817 Pauline bat, das Amt des Bürgermeisters für Lemgo zu übernehmen, da man keine geeignete Person dafür gefunden hatte, sagte Pauline spontan zu. Sie war bis zu ihrem Tod im Jahre 1820 nicht nur Regentin in Lippe sondern auch Bürgermeisterin von Lemgo.


Fürstin Pauline, die von dem Historiker Heinrich von Treitschke eine der geistreichsten Frauen ihrer Zeit genannt wurde, besaß ein ungewöhnliches Maß an Geisteskraft, an klarem Verstand und unermüdlicher Tatkraft. Sie wurde allerdings im Gegensatz zu ihrer Zeitgenossin Königin Luise von Preußen nicht idealistisch verklärt.

Napoleon, dem Lippe nach seinem Eintritt in den Rheinbund den Erhalt seiner staatlichen Selbständigkeit zu verdanken hatte, wurde von Pauline sehr bewundert. Sie lehnte auch nach Napoleons Niederlagen in Russland den Austritt aus dem napoleonischen Bündnis des Rheinbundes ab. Lippische Soldaten, die aus der napoleonischen Armee desertiert waren, ließ Pauline strafrechtlich verfolgen.

Gegen den heftigen Widerstand der Landstände hob Pauline wie die meisten der im Rheinbund zusammengeschlossenen deutschen Staaten am 27. Dezember 1808 die Leibeigenschaft der lippischen Bauern auf.


In einer Umfrage der Lippischen Landeszeitung von 2009 wurde Fürstin Pauline mit Abstand als bedeutendste Persönlichkeit in Lippe gewählt (28%). Es folgten der ehemalige Landespräsident Heinrich Drake (1881-1970) mit 22% und mit jeweils 9% Arminius und Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder.

Heute erinnern auf dem Lindenhausgelände in Lemgo, im Kurpark Bad Meinberg und auf dem Detmolder Schlossplatz Denkmäler und Erinnerungstafeln an die Fürstin Pauline, der Lippe so viel zu verdanken hat. Der Verein „Paulines Töchter“, die „Paulinenquelle“ in Bad Salzuflen sowie eine Vielzahl von Strassennamen in mehreren lippischen Orten tragen den Namen der lippischen Regentin. Die Fürstin Pauline Stiftung, eine Stiftung des privaten Rechts, engagiert sich im Sinne ihrer Namensgeberin noch heute in der Jugend- und Altenhilfe sowie in der Betreuung von Kindertagesstätten.
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Apt. 402 - Bandel - Der Erbauer des Hermannsdenkmals

Das Apartment 402 - Bandel befindet sich auf der Ebene des Eingangs auf der rechten Seite und ist nach dem Motto "Klein aber fein" konzipiert.
Ideal ist es für eine Person - es kann aber auch eine 2. Person in dem Ausziehbett schlafen. Ausserdem verfügt das Apartment über einen kleinen Terrassenbereich.

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Ausstattung

  • Wohnung liegt im Erdgeschoss
  • Kostenloses WLAN
  • Nichtraucher Wohnung
  • Baby- oder Kinderbett kostenlos
  • Voll ausgestattete Küche
  • Backofen
  • Herd
  • Kaffeemaschine
  • Kühlschrank
  • Eisfach
  • Haartrockner
  • Bettwäsche und Handtücher
  • Waschmaschine und Trockner im Keller
  • Satellitenfernsehen
  • 19m²

Details zu den Apartments

Ernst von Bandel (1800-1876), der Erbauer des Hermannsdenkmals.

Ernst von Bandel wurde in eine Zeit großer politischer Umwälzungen hineingeboren. Die Besetzung Deutschlands durch Napoleon und die Befreiungskriege 1813 sind Ereignisse, die seine spätere nationale Gesinnung geprägt haben.

Mit 14 Jahren erhielt Bandel an der Nürnberger Kunstschule Zeichenunterricht. Nach dem Tod seines Vaters, des Präsidenten des Appellationsgerichts Ansbach, konnte Bandel nur aufgrund eines großzügigen Stipendiums des bayrischen Königs seine Ausbildung als Künstler und Architekt fortsetzen. 1819 bekam er eine Anstellung als Zeichner beim königlichen Hofbauamt. Später absolvierte er eine Ausbildung als Bildhauer. Nach längerem Aufenthalt in Italien lies sich Bandel 1927 in München nieder, wo er 1832 in den Vorstand des Kunstvereins gewählt wurde.

1834 ging Bandel nach Berlin. In der Berliner Zeit entstanden die ersten Skizzen eines „deutschen National-Denkmals“.

Von offizieller Seite bestand in Berlin keinerlei Interesse, seine Arbeiten an dem Denkmalprojekt zu fördern. Er wechselte deshalb nach Hannover, wo er von König Wilhelm IV mit der Ausgestaltung des Residenzschlosses und der Gestaltung des Giebelreliefs der Neuen Aula der Göttinger Universität beauftragt wurde.

Von 1837-1846 lebte Bandel in Detmold und betrieb den Bau des Hermannsdenkmals zur Erinnerung an den Cheruskerfürsten Arminius, der die Römer im Jahre 9 n.Chr. vernichtend geschlagen hatte. Bandel investierte sein gesamtes Vermögen in das Denkmalprojekt. Nach anfänglicher Euphorie erlahmte das Interesse der Öffentlichkeit an dem Projekt. Die Spenden für den Bau flossen nur mühsam. 1846 überwarf sich Bandel mit dem Detmolder Heimatverein. Verbittert und verarmt ging er zurück nach Hannover, begann dort aber erneut, Spendengelder für sein Denkmalprojekt zu sammeln.

Nach dem Ende des Deutsch-Französischen Krieges von 1870/1871 flammte die nationale Begeisterung der Regierung und des Volkes erneut auf. Am 16. August 1875 wurde das Hermannsdenkmal bei Detmold in Anwesenheit des deutschen Kaisers Wilhelm I. feierlich eingeweiht.
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Apt. 403 - Freiligrath - (1810-1876)

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Ausstattung

  • Kabelfernsehen
  • 41m²
  • Platz für bis zu 4 Personen
  • Kostenloses WLAN
  • Nichtraucher Wohnung
  • Baby- oder Kinderbett kostenlos
  • Voll ausgestattete Küche
  • Backofen
  • Herd
  • Geschirrspülmaschine
  • Kühlschrank
  • Haartrockner
  • Bettwäsche und Handtücher
  • Waschmaschine und Trockner im Keller
  • Wohnung liegt im Obergeschoss
  • Padmaschine

Details zu den Apartments

Ferdinand Freiligrath war neben Heinrich Heine und Georg Herwegh der populärste deutschsprachige Lyriker in der Mitte des 19 Jahrhunderts. Seine Gedichte konnte ganz Deutschland auswendig. Schumann, Mendelssohn-Bartholdy, Liszt und Carl Loewe haben sie vertont. Wie in seinem Werk zwischen biedermeierlicher Romantik und revolutionärem Agitprop so spiegelt sich in seinem Schicksal die deutsche Geschichte des 19. Jahrhunderts.

Geboren am 17. Juni 1810 als Sohn eines Schulmeisters in Detmold - sein Geburtshaus befindet sich in der Straße Unter der Wehme 5 - muss der „Bücherfresser“ Ferdinand kurz vor dem Abitur die Schule abbrechen. Gemeinsam mit seinem Vater -die Mutter war früh gestorben - sattelt er um. Beide wollen sich fortan den Lebensunterhalt als Kaufleute verdienen. Der 15 jährige Ferdinand kommt bei seinem Onkel, der im westfälischen Soest mit Kolonialwaren handelt, in die Lehre. Nebenher setzt er sein Sprachenstudium fort, was ihm später nicht nur als Händler und Banker, sondern auch als Übersetzer und Dichter nützlich werden soll.

Früh beginnt er, Verse zu schreiben. Sein erstes erhaltenes Gedicht ist dem isländischen Moostee seiner Stiefmutter gewidmet, mit dem er sein Halsweh besiegte. Die Wirkung dieses Zaubertranks scheint heftig gewesen zu sein. In kraftvollen Versen besingt der 16 jährige die Insel der Geysire und Vulkane samt der germanischen Götterwelt. Freiligraths „Debüt“ beeindruckt noch heute und fehlt in keiner Werksausgabe.

Die heilkundige Stiefmutter hat ihre Schwester mit in die Familie Freiligrat gebracht, und der junge Handelslehrling entwickelt schnell eine große Zuneigung zu der zehn Jahre älteren Karoline Schwolllmann. Seine Liebe wird erwidert. Als sein Vater im Sterben liegt schreibt der 18 jährige nicht nur das berühmte O lieb, solang du lieben kannst, sondern verspricht auch, Karoline zu heiraten.

Erste Gedichte Freiligraths wurden 1828 im „Soester Wochenblatt“ veröffentlicht. An die Zeit in Soest schlossen sich berufliche Tätigkeiten in Amsterdam und Barmen an.

1839 begann Freiligrath in Unkel am Rhein sein Leben als freier Schriftsteller. 1840 veröffentlichte er „Das malerische und romantische Westfalen“. Das Werk entsprach dem herrschenden Weltgeist, in dem Landschaft und Region als politische Bezugsgrößen und literarisches Neuland entdeckt wurden und das Interesse an Märchen, Sagen und literarischem Volksgut erwachte.

Es folgten mehrere Jahre in Thüringen, wo er 1841 in Goßneuhausen Ida Melos, Tochter des Gymnasialprofessors und Buchautors Johann Gottfried Melos aus Großmonra, heiratete.

Mit der Sammlung politischer Gedichte „Ein Glaubensbekenntniß“ begründete er seinen Ruf als politischer Dichter. Wegen der Gefahr polizeilicher Verfolgung verließ er Deutschland und ging 1845 nach Brüssel. Dort kam er u.a. mit Karl Marx in Kontakt. In der Schweiz, wo er auch Gottfried Keller und Franz Liszt kennenlernte, veröffentlichte er 1846 den Gedichtband Ca ira! . Darin bringt er zum Ausdruck, das die Zeit für eine Revolution in Deutschland reif sei.


Aus finanziellen Gründen ging Freiligrath 1846 nach London, wo er zunächst als Korrespondent eines Handelshauses und später als Universitätsdozent arbeitete. Er war auf dem Sprung nach Amerika, als in Deutschland die 1848er Revolution ausbrach. Er kehrte nach Düsseldorf zurück, wo er Freunde hatte. Von dort aus beteiligte er sich aktiv an der Revolution. Am 1. August 1848 trug Freiligrath im Volksklub, einer linken Vereinigung in Düsseldorf, sein Gedicht Die Todten an die Lebenden vor. Das Gedicht wurde in 9000 Exemplaren gedruckt und verbreitet. Freiligrath wurde daraufhin wegen Aufreizung zu hochverrätherischen Unternehmungen angeklagt, aber freigesprochen. Nach Polizeiangaben feierten 15.000 Menschen Freiligraths Freispruch, unter ihnen Karl Marx.

Ab Mai 1851 lebte Freiligrath wieder in London. 1858 nahm er die englische Staatsbürgerschaft an. Aufgrund einer Spendensammlung einiger Barmer Freunde war Freiligrath in der Lage, 1868 nach Deutschland zurückzukehren. Da er in Preußen noch immer politisch verfolgt war, ließ er sich 1874 im württembergischen Cannstatt bei Stuttgart nieder.

Nach der gescheiterten Revolution flachte Freiligraths Begeisterung für Revolution, Klassenkampf und Proletariat ab. In seinem Spätwerk schloss er sich der nationalen Begeisterungswelle an und begrüßte mit patriotischen Gedichten wie Hurra, Germania! den Krieg gegen Frankreich und die Reichsgründung von 1871.

Nach dem Deutsch-Französischen Krieg übte Freiligrath zunehmend Gesellschaftskritik. In dem Gedicht Die Trompete von Vionville äußert er sich distanziert zu dem Sieg der Deutschen und beklagt die Toten.

1876 starb Freiligrath an Herzversagen im Wirtshaus „Alter Hase“ in Cannstatt. Auf dem Uff-Kirchhof bei Cannstatt wurde er beigesetzt.

Nach Freiligrath sind in vielen deutschen Städten Straßen, Plätze und Schulen benannt. Die erste Freiligrath-Straße wurde bereits 1871 in Detmold nach ihm benannt.
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Apt. 404 - Brahms - Johannes Brahms (1833-1897)

Johannes Brahms, in Hamburg geboren, gilt als einer bedeutendsten Komponisten der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Er weilte jeweils in den letzten drei Monaten der Jahre 1857-1859 in Detmold. Hier unterrichtete er die Prinzessin Friederike zur Lippe, Laura von Meysenburg und andere Damen der High Society Detmolds im Klavierspielen, gab private und öffentliche Konzerte und leitete einen „Singverein“. Außerdem befasste er sich mit einem neuen großen Kompositionswerk: dem ersten Klavierkonzert op. 15 in d-Moll, das am 22. Januar 1859 in Hannover uraufgeführt wurde.In die Detmolder Zeit fällt auch die enge Beziehung zu Agathe von Siebold, einer jungen Göttinger Adligen. Kaum waren die Verlobungsringe mit ihr getauscht, machte Brahms einen Rückzug. In dem von ihm komponierten Lied Unter Blüten des Mai´s spielt`ich mit ihrer Hand läßt Brahms seine Beziehung zu Agathe von Siebold anklingen. Brahms blieb unverheiratet, verehrte und liebte aber zeitlebens die 14 Jahre ältere Clara Schumann, die Ehefrau und Witwe Robert Schumanns.

Die Jugendmusikschule Detmold trägt den Namen des großen Komponisten. Eine steinerne Büste von Johannes Brahms im Schloßpark Detmold erinnert an dessen Zeit in der lippischen Residenz. Im Brahmssaal der Hochschule für Musik Detmold finden Musikveranstaltungen, insbesondere öffentliche Prüfungskonzerte statt.

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Ausstattung

  • Kostenloses WLAN
  • Nichtraucher Wohnung
  • Baby- oder Kinderbett kostenlos
  • Voll ausgestattete Küche
  • Kaffeemaschine
  • Haartrockner
  • Bettwäsche und Handtücher
  • Wohnung liegt im Obergeschoss
  • Satellitenfernsehen
  • Toaster
  • Loggia zur Meierstrasse
  • Platz für bis zu 2 Personen
  • Boxspringbett
  • 27m²

Apt. 405 - Meysenbug - Eine aristokratische Demokratin.

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Ausstattung

  • Platz für bis zu 4 Personen
  • Kostenloses WLAN
  • Nichtraucher Wohnung
  • Baby- oder Kinderbett kostenlos
  • Voll ausgestattete Küche
  • Backofen
  • Geschirrspülmaschine
  • Kaffeemaschine
  • Kühlschrank
  • Eisfach
  • Haartrockner
  • Bettwäsche und Handtücher
  • Waschmaschine und Trockner im Keller
  • Wohnung liegt im 2. Stock und ist über das Treppenhaus erreichbar
  • Satellitenfernsehen
  • Toaster
  • Loggia zur Meierstrasse
  • 31m²

Details zu den Apartments

Am 28. Oktober 1816 in Kassel als neuntes von zehn Kindern des hessischen Hofbeamten Carl Rivalier geboren zog die junge Frau im Alter von 16 Jahren wegen politischer Unruhen in Kurhessen mit ihrer Familie nach Detmold. Durch die Bekanntschaft mit dem Theologiestudenten und Pfarrerssohn Theodor Althaus, der ihr Liebhaber wurde, löste sich Malwida von Meysenburg von der konservativen Prägung durch ihre Familie und wurde Vertreterin aufklärerischen Gedankenguts. Althaus, der das Gymnasium Leopoldinum in Detmold besucht und Theologie in Bonn und Jena studiert hatte, gehörte zu den Vorkämpfern demokratischer Ideen in seiner Zeit. Wegen Aufforderung zum Hochverrat wurde er 1849 zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Er starb im Alter von nur 30 Jahren 1852 In Gotha an Leukämie.

Malwida von Meysenburg, die stark von Althaus beeinflußt war, befasste sich u.a. mit der Philosophie Hegels, trat für Frauenemanzipation ein und kam so mit sozialistischen Kreisen in Verbindung. Ihre Unterstützung der Märzrevolution von 1848 brachte sie endgültig in Widerspruch zu ihrer eher reaktionären Familie.

Nach dem frühen Tod ihres Vertrauten, Theodor Althaus, emigrierte sie, auch um einer drohenden Verhaftung zu entgehen, nach London. Dort lernte sie u.a. Carl Schurz, den radikaldemokratischen deutschen Revolutionär und nach seiner Auswanderung in die USA erfolgreichen Politiker an der Seite Abraham Lincolns, sowie den russischen anarchistischen Revolutionär Alexander Herzen kennen. Herzen, bei dem sie wohnte, machte sie mit weiteren Persönlichkeiten des Londoner Exils bekannt. Darunter waren u.a. Ferdinand Freiligrath und der italienische Freiheitskämpfer Guiseppe Garibaldi. 1860/61 lebte Malwida von Meysenburg in Paris, dem damaligen kulturellen Zentrum Europas. Hier war sie häufig zu Gast bei Richard Wagner, der sie mit der Philosophie Arthur Schopenhauers bekannt machte. Auch mit Charles Baudelaire und dem Komponisten Hector Berlioz stand sie in Beziehung. Bei der Grundsteinlegung des Bayreuther Festspielhauses im Jahre 1872 lernte sie Friedrich Nietzsche kennen, dessen Gönnerin und Freundin sie wurde. Im Sommer 1873 zog sie nach Bayreuth.

1890 lernte Malwida von Meysenburg in Rom den 50 Jahre jüngeren Romain Roland kennen. Er wurde ihr letzter enger Vertrauter. 1903 starb sie in Rom und wurde dort auf eigenen Wunsch ohne geistliche Begleitung auf dem Cimitero acattolico beigesetzt.
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Apt. 406 - Carl Weerth - Sohn einer bekannten Detmolder Familie

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Ausstattung

  • Platz für bis zu 4 Personen
  • Kostenloses WLAN
  • Nichtraucher Wohnung
  • Baby- oder Kinderbett kostenlos
  • Voll ausgestattete Küche
  • Backofen
  • Herd
  • Geschirrspülmaschine
  • Kaffeemaschine
  • Wasserkocher
  • Kühlschrank
  • Eisfach
  • Haartrockner
  • Bettwäsche und Handtücher
  • Waschmaschine und Trockner im Keller
  • Wohnung liegt im 2. Stock und ist über das Treppenhaus erreichbar
  • Padmaschine
  • Satellitenfernsehen
  • Toaster
  • Loggia zur Meierstrasse
  • 32m²

Details zu den Apartments

Carl Weerth kam am 23. Januar als erstes von fünf Kindern des Detmolder Generalsuperintendenten Ferdinand Weerth zur Welt. Nach dem Abitur am Leopoldinum, wo er die Bekanntschaft mit Ferdinand Freiligrath machte, begann er das Studium der Theologie in Göttingen. Sein Examen legte er 1834 an der Universität Bonn ab. Danach zog es ihn zurück nach Detmold. Er bekam eine Stelle als Collaborator am Detmolder Seminar, wo auch sein Vater lehrte. Schon während seines Theologiestudiums galt Weerths Interesse der Naturwissenschaft. Auf seine Initiative gründete sich 1835 im Detmolder Rathaus der Naturwissenschaftliche Verein für das Fürstentum Lippe. Zweck des Vereins war der Aufbau einer „Naturalien Sammlung“, die den Grundstock des Lippischen Landesmuseums bilden sollte.

Ab 1837 arbeitete Weerth als Lehrer an seiner ehemaligen Schule, dem Leopoldinum, erst als Hilfslehrer, später als Gymnasiallehrer für Mathematik und Naturwissenschaften. Als Lehrer unternahm er zahlreiche Reisen durch ganz Europa, teilweise in Begleitung seines jüngeren Bruders Georg, der ihn in London auch mit Karl Marx bekannt machte.

Für sein Wirken wurde ihm der Professoren-Titel verliehen sowie das Fürstlich-Lippische Ehrenkreuz. Bis zu seinem Tod im Jahre 1889 leitete er das Lippische Landesmuseum.

Der jüngere Bruder Georg Weerth wurde als Schriftsteller, Satiriker, Journalist und Kaufmann bekannt. Er starb mit 34 Jahren in Havanna, Kuba. Viele seiner Schriften befinden sich in der Lippischen Landesbibliothek Detmold.
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Apt. 407 - Grabbe - (1801-1836)

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Ausstattung

  • Kostenloses WLAN
  • Platz für bis zu 4 Personen
  • Nichtraucher Wohnung
  • Baby- oder Kinderbett kostenlos
  • Voll ausgestattete Küche
  • Backofen
  • Herd
  • Geschirrspülmaschine
  • Kaffeemaschine
  • Wasserkocher
  • Kühlschrank
  • Eisfach
  • Haartrockner
  • Bettwäsche und Handtücher
  • Waschmaschine und Trockner im Keller
  • Padmaschine
  • Satellitenfernsehen
  • Toaster
  • 48m²

Details zu den Apartments

Grabbe kam als Sohn eines Zuchthausaufsehers in Detmold zur Welt. Sein Geburtshaus ist das heutige Café Gothland mit der Studio-Bühne des Landestheaters Detmold in der Bruchstraße.

Schon als Gymnasiast mit 16 Jahren versuchte Grabbe sich als Dramatiker. Ein Stipendium der Fürstin Pauline ermöglichte dem jungen Grabbe ein Jura-Studium in Leipzig, das er in Berlin fortsetzte. In Berlin lernte er auch Heinrich Heine kennen. Nach Abschluss des Studiums bemühte er sich ohne Erfolg um eine Stelle als Schauspieler oder Regisseur an einem deutschen Theater. 1823 kehrte er nach Detmold zurück, aber erst 1828 gelang es ihm, in seiner Heimatstadt eine bezahlte Stelle als Auditeur (Militärischer Justizbeamter) zu bekommen.

Ab 1831 verschlechterte sich Grabbes Gesundheitszustand zusehends als Folge seines Alkoholismus. Seine Ehe mit Louise Christiane Clostermeier erwies sich als unglücklich. 1834 gab er sein Amt in Detmold auf. Über Frankfurt am Main reiste er nach Düsseldorf. Dort arbeitete er mit Karl Immermann an dem von Immermann erneuerten Stadttheater. Diese Zusammenarbeit dauerte aber wegen Grabbes Depressivität und wegen seiner Alkoholexzesse nicht lange.

1836 kehrte er nach Detmold zurück. Seine Frau reichte die Scheidung ein. Noch im selben Jahr starb Grabbe in seiner Geburtsstadt an Rückenmarksschwindsucht. Sein Sterbehaus steht in der Straße Unter der Wehme (Grabbe-Cafe).


Neben Georg Büchner war Christian Dietrich Grabbe der bedeutendste Erneuerer des deutschsprachigen Dramas seiner Zeit. In seinen Stücken lies er eine desillusionierende bis pessimistische Weltsicht erkennen mit teilweise schrillen Szenen. Zu seinen Werken zählen Die Hermannsschlacht, Herzog Theodor von Gothland, Napoleon oder Die hundert Tage , Don Juan und Faust, Marius und Sulla und Hannibal. Sein Werk Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung wird als eine der wirkungsvollsten deutschen Komödien noch heute des öfteren gespielt.

Die Stadt Detmold vergibt seit 1994 in unregelmäßigen Abständen zusammen mit der Grabbe-Gesellschaft und dem Landesverband Lippe den Christian Dietrich Grabbe Preis für neue dramatische Literatur. Eine Straße sowie ein Gymnasium tragen den Namen des außergewöhnlichen Detmolder Dramatikers.
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Apt. 408 - Arminius - Hermann der Cherusker (17 v. Chr.- 21 n. Chr.)

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Ausstattung

  • Platz für bis zu 4 Personen
  • Kostenloses WLAN
  • Nichtraucher Wohnung
  • Baby- oder Kinderbett kostenlos
  • Voll ausgestattete Küche
  • Backofen
  • Herd
  • Geschirrspülmaschine
  • Kaffeemaschine
  • Wasserkocher
  • Kühlschrank
  • Eisfach
  • Haartrockner
  • Bettwäsche und Handtücher
  • Wohnung liegt im 2. Stock und ist über das Treppenhaus erreichbar
  • Satellitenfernsehen
  • Toaster
  • 2 Schlafplätze im Spitzboden über Leiter erreichbar
  • 27m²

Details zu den Apartments

Im Jahre 9 n.Chr. vernichtete ein germanisches Heer unter der Führung des Cheruskerfürsten Hermann drei Legionen der stolzen Römischen Armee unter dem Kommando des römischen Statthalters in Germanien, Publius Quinctilius Varus. Der römische Geschichtsschreiber Tacitus nannte den Führer der Germanen später den „Befreier Germaniens“ (Liberator Germaniae).

Das Hermannsdenkmal bei Detmold erinnert an diese „Varusschlacht“, die für die Geschichte der Deutschen von größter Bedeutung war. Hermann der Cherusker wurde besonders im 19. Jahrhundert zu einer nationalen Mythen- und Symbolfigur und Teil des deutschen Gründungsmythos.

Hermann kam aus einer der führenden Familien des Stammes der Cherusker. Er stand wie viele seiner germanischen Zeitgenossen zunächst auf der Seite Roms. Mehrere Jahre hatte er in der Römischen Armee als Legionär gedient und war mit dem römischen Militärwesen vertraut. Er hatte das römische Bürgerrecht sowie den Rang eines Ritters erworben. Auch die lateinische Sprache beherrschte er.

Der Statthalter Roms in Germanien, Publius Quinctilius Varus, verwaltete die Teile Germaniens, die fest in römischer Hand waren, mit großer Härte und drakonischen Strafen und presste unbarmherzig Abgaben an Rom aus der Bevölkerung. Das und die demütigende Behandlung der Germanen durch die römische Besatzung rief den Widerstand der Germanen hervor. Aufstände gegen die Römer häuften sich. Hermann, der das Vertrauen von Varus genoss, bündelte die germanischen Widerstandskräfte und schlug im Jahre 9 n. Chr. die römischen Legionen vernichtend. Die Vertrautheit mit der heimatlichen Landschaft und die Kenntnis des römischen Militärwesens kamen ihm dabei zugute.

Die Geschichte des Cheruskerfürsten und die Varusschlacht gerieten über Jahrhunderte in Vergessenheit. Erst die Wiederentdeckung der „Germania“ des Tacitus im Jahre 1455 im Kloster Hersfeld und seiner „Annalen“ im Jahre 1507 im Kloster Corvey weckten das Interesse an den Germanen und an Arminius. Beide Werke bildeten im Zeitalter des Humanismus und danach die wichtigsten Grundlagen für das um die Person des Arminius entstehende deutsche Nationalbewusstsein.
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Apt. 409 - Thusnelda - Thusnelda, die Gemahlin des Arminius.

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Ausstattung

  • Kostenloses WLAN
  • Nichtraucher Wohnung
  • Baby- oder Kinderbett kostenlos
  • Backofen
  • Herd
  • Kaffeemaschine
  • Kühlschrank
  • Eisfach
  • Haartrockner
  • Bettwäsche und Handtücher
  • Waschmaschine und Trockner im Keller
  • Satellitenfernsehen
  • Toaster
  • 2 Schlafplätze im Spitzboden über Leiter erreichbar
  • 15m²

Details zu den Apartments

Thusnelda (um 10 v.Chr. -17 n.Chr.) war eine Tochter des den Römern nahestehenden Cheruskerfürsten Segestes und die Gemahlin des Arminius, der die Römer im Jahre 9 n.Chr. vernichtend geschlagen hatte.

Thusnelda, von ihrem Vater bereits einem anderen Mann versprochen, wurde von Arminius - wohl mit ihrem Einverständnis - entführt und von ihm geheiratet. Dieser Vorgang verschärfte die Spannungen zwischen den beiden Familien und führte zu gewaltsamen Auseinandersetzungen. Dabei gelang es Segestes, Arminius in seine Gewalt zu bringen. Arminius schaffte es jedoch, sich zu befreien. Thusnelda ging nicht zu ihrem Vater zurück. Segestes ließ daraufhin seine inzwischen schwangere Tochter entführen und auf seinem Gaugrafensitz, der Eresburg bei Obermarsberg oder dem Desenberg bei Warburg, festsetzen. Arminius belagerte daraufhin Segestes, allerdings ohne Erfolg. Dieser hatte eine Gesandtschaft zu den Römern geschickt und um Hilfe gegen Arminius gebeten. Germanicus, der Statthalter der Römer in Germanien, sprengte den Belagerungsring des Arminius. Segestes übergab daraufhin seine Tochter dem Germanicus, der sie nach Ravenna bringen ließ. Dort gebar Thusnelda Arminius`Sohn, Thumelicus.

Im Mai 17 wurden Thusnelda und Thumelicus im Triumphzug als Siegestrophäen durch Rom geführt. Segestes wohnte dem peinlichen Schauspiel als Ehrengast bei. Über das weitere Schicksal Thusneldas und ihres Sohnes Thumelicus ist nichts bekannt.

Der Name Thusnelda, der im 19. Jahrhundert noch positiv besetzt war, wurde im 20 Jahrhundert umgedeutet. Dabei spielte Kleist` Hermannschlacht, Schullektüre etlicher Generationen, eine wichtige Rolle. Thusnelda wurde zur Bezeichnung für nervige Ehefrauen und weibliche Dienstboten. Daraus entstanden die Tusnelda, das Kosewort Tusschen und schließlich die Tussi, als Schimpfwort für Frauen.

Thusneldas Schicksal hat Künstler aller Epochen inspiriert. So soll die trauernde Barbarin in der Loggia dei Lanzi in Florenz Thusnelda darstellen. Die bekannteste Darstellung in der Kunst stammt von dem deutschen Historienmaler Carl Theodor von Piloty, dessen monumentales Gemälde Thusnelda im Triumphzug des Germanicus von 1873 in der Neuen Pinakothek in München gezeigt wird.
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Apt. 401 - Pauline - Ein Glücksfall für Lippe

Auf der linken Seite im Eingang des Hauses befindet sich das Apartment Pauline. Es ist modern eingerichtet und verfügt über eine vollwertige Küche.
Hier können bis zu 6 Gäste übernachten, 2 Personen im gemütlichen Boxspringbett, bis zu 2 Personen auf dem Schlafsofa und 2 weitere Personen auf dem Sofabett. Der Bereich in dem das Sofabett steht lässt sich durch einen Vorhang komplett abtrennen.

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Ausstattung

  • Kostenloses WLAN
  • Nichtraucher Wohnung
  • Baby- oder Kinderbett kostenlos
  • Voll ausgestattete Küche
  • Geschirrspülmaschine
  • Kaffeemaschine
  • Wohnung liegt im Obergeschoss
  • Padmaschine
  • Schlafmöglichkeit für bis 6 Personen
  • Satellitenfernsehen
  • Backofen
  • Herd
  • Kühlschrank
  • Eisfach
  • Haartrockner
  • Bettwäsche und Handtücher
  • Waschmaschine und Trockner im Keller
  • 44m²

Details zu den Apartments

Am 23. Februar 1769 in Ballenstedt am Harz als Prinzessin von Anhalt-Bernburg geboren heiratete Pauline am 2. Januar 1796 Leopold I. Fürst zur Lippe. Die Hochzeit wurde in Ballenstedt gefeiert. Am 21. Januar 1796 zog das Brautpaar unter großem Jubel der Bevölkerung in Detmold ein. Aus der Ehe gingen zwei Söhne, Leopold (1796) und Friedrich (1797) sowie eine Tochter, Louise (1800), hervor. Letztere starb kurz nach der Geburt. Nach dem Tode ihres Mannes am 4. April 1802 übernahm Pauline für ihren unmündigen 1. Sohn Leopold die Regentschaft.


Pauline, die bereits im Alter von 13 Jahren nach dem frühen Tod ihrer Mutter den Vater, Friedrich Albert, Fürst von Anhalt-Bernburg, bei der Wahrnehmung der Regierungsgeschäfte unterstützt hatte, insbesondere bei der Wahrnehmung der französischen Korrespondenz am Hofe von Schloss Ballenstedt, konnte den anfänglichen Widerstand der lippischen Landstände gegen ihre Regentschaft sehr bald überwinden. Pauline, von ihrem Vater erzogen, hatte sich früh als sehr gute Schülerin erwiesen und neben Latein und Französisch auch Geschichte und allgemeine Staatswissenschaften studiert. Ihre Ausbildung wurde stark von christlicher Ethik und dem Gedankengut der Aufklärung beeinflusst. Die Lehren von Johann Heinrich Pestalozzi und Jean-Jaques Rousseau bestimmten ihr Regierungshandeln in Lippe in besonderer Weise.

Zupackend und am Wohl der Schwächsten orientiert schuf sie auch gegen den Widerstand der Landstände, also der Ritter und Vertreter der Städte, zahlreiche soziale Einrichtungen in Lippe. Sie kümmerte sich zum Beispiel um das Wohl der kleinen Kinder, deren Eltern tagsüber arbeiten mussten, durch Einrichtung von Kinderbewahranstalten. Dabei gelang es ihr, die kostenlose Mitarbeit gebildeter Frauenzimmer zu gewinnen.

Die in Lippe herrschende große Armut war nach Paulines Auffassung auf die mangelnde Schul- und Ausbildung der Bevölkerung zurückzuführen. Viele Eltern schickten ihre Kinder nicht zur Schule, sondern ließen sie arbeiten oder betteln. Pauline richtete sog. Erwerbsschulen ein, in denen nicht nur theoretisches Wissen sondern handwerkliche Fertigkeiten vermittelt wurden. Die von den Kindern hergestellten Erzeugnisse wurden veräußert, der Erlös an die Kinder ausgeschüttet. Fürstin Pauline selbst nahm am Strickunterricht teil und verteilte kleinere Belohnungen an die Kinder.

Als die lippische Stadt Lemgo im Jahre 1817 Pauline bat, das Amt des Bürgermeisters für Lemgo zu übernehmen, da man keine geeignete Person dafür gefunden hatte, sagte Pauline spontan zu. Sie war bis zu ihrem Tod im Jahre 1820 nicht nur Regentin in Lippe sondern auch Bürgermeisterin von Lemgo.


Fürstin Pauline, die von dem Historiker Heinrich von Treitschke eine der geistreichsten Frauen ihrer Zeit genannt wurde, besaß ein ungewöhnliches Maß an Geisteskraft, an klarem Verstand und unermüdlicher Tatkraft. Sie wurde allerdings im Gegensatz zu ihrer Zeitgenossin Königin Luise von Preußen nicht idealistisch verklärt.

Napoleon, dem Lippe nach seinem Eintritt in den Rheinbund den Erhalt seiner staatlichen Selbständigkeit zu verdanken hatte, wurde von Pauline sehr bewundert. Sie lehnte auch nach Napoleons Niederlagen in Russland den Austritt aus dem napoleonischen Bündnis des Rheinbundes ab. Lippische Soldaten, die aus der napoleonischen Armee desertiert waren, ließ Pauline strafrechtlich verfolgen.

Gegen den heftigen Widerstand der Landstände hob Pauline wie die meisten der im Rheinbund zusammengeschlossenen deutschen Staaten am 27. Dezember 1808 die Leibeigenschaft der lippischen Bauern auf.


In einer Umfrage der Lippischen Landeszeitung von 2009 wurde Fürstin Pauline mit Abstand als bedeutendste Persönlichkeit in Lippe gewählt (28%). Es folgten der ehemalige Landespräsident Heinrich Drake (1881-1970) mit 22% und mit jeweils 9% Arminius und Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder.

Heute erinnern auf dem Lindenhausgelände in Lemgo, im Kurpark Bad Meinberg und auf dem Detmolder Schlossplatz Denkmäler und Erinnerungstafeln an die Fürstin Pauline, der Lippe so viel zu verdanken hat. Der Verein „Paulines Töchter“, die „Paulinenquelle“ in Bad Salzuflen sowie eine Vielzahl von Strassennamen in mehreren lippischen Orten tragen den Namen der lippischen Regentin. Die Fürstin Pauline Stiftung, eine Stiftung des privaten Rechts, engagiert sich im Sinne ihrer Namensgeberin noch heute in der Jugend- und Altenhilfe sowie in der Betreuung von Kindertagesstätten.
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Apt. 402 - Bandel - Der Erbauer des Hermannsdenkmals

Das Apartment 402 - Bandel befindet sich auf der Ebene des Eingangs auf der rechten Seite und ist nach dem Motto "Klein aber fein" konzipiert.
Ideal ist es für eine Person - es kann aber auch eine 2. Person in dem Ausziehbett schlafen. Ausserdem verfügt das Apartment über einen kleinen Terrassenbereich.

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Ausstattung

  • Wohnung liegt im Erdgeschoss
  • Kostenloses WLAN
  • Nichtraucher Wohnung
  • Baby- oder Kinderbett kostenlos
  • Voll ausgestattete Küche
  • Backofen
  • Herd
  • Kaffeemaschine
  • Kühlschrank
  • Eisfach
  • Haartrockner
  • Bettwäsche und Handtücher
  • Waschmaschine und Trockner im Keller
  • Satellitenfernsehen
  • 19m²

Details zu den Apartments

Ernst von Bandel (1800-1876), der Erbauer des Hermannsdenkmals.

Ernst von Bandel wurde in eine Zeit großer politischer Umwälzungen hineingeboren. Die Besetzung Deutschlands durch Napoleon und die Befreiungskriege 1813 sind Ereignisse, die seine spätere nationale Gesinnung geprägt haben.

Mit 14 Jahren erhielt Bandel an der Nürnberger Kunstschule Zeichenunterricht. Nach dem Tod seines Vaters, des Präsidenten des Appellationsgerichts Ansbach, konnte Bandel nur aufgrund eines großzügigen Stipendiums des bayrischen Königs seine Ausbildung als Künstler und Architekt fortsetzen. 1819 bekam er eine Anstellung als Zeichner beim königlichen Hofbauamt. Später absolvierte er eine Ausbildung als Bildhauer. Nach längerem Aufenthalt in Italien lies sich Bandel 1927 in München nieder, wo er 1832 in den Vorstand des Kunstvereins gewählt wurde.

1834 ging Bandel nach Berlin. In der Berliner Zeit entstanden die ersten Skizzen eines „deutschen National-Denkmals“.

Von offizieller Seite bestand in Berlin keinerlei Interesse, seine Arbeiten an dem Denkmalprojekt zu fördern. Er wechselte deshalb nach Hannover, wo er von König Wilhelm IV mit der Ausgestaltung des Residenzschlosses und der Gestaltung des Giebelreliefs der Neuen Aula der Göttinger Universität beauftragt wurde.

Von 1837-1846 lebte Bandel in Detmold und betrieb den Bau des Hermannsdenkmals zur Erinnerung an den Cheruskerfürsten Arminius, der die Römer im Jahre 9 n.Chr. vernichtend geschlagen hatte. Bandel investierte sein gesamtes Vermögen in das Denkmalprojekt. Nach anfänglicher Euphorie erlahmte das Interesse der Öffentlichkeit an dem Projekt. Die Spenden für den Bau flossen nur mühsam. 1846 überwarf sich Bandel mit dem Detmolder Heimatverein. Verbittert und verarmt ging er zurück nach Hannover, begann dort aber erneut, Spendengelder für sein Denkmalprojekt zu sammeln.

Nach dem Ende des Deutsch-Französischen Krieges von 1870/1871 flammte die nationale Begeisterung der Regierung und des Volkes erneut auf. Am 16. August 1875 wurde das Hermannsdenkmal bei Detmold in Anwesenheit des deutschen Kaisers Wilhelm I. feierlich eingeweiht.
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Apt. 403 - Freiligrath - (1810-1876)

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Ausstattung

  • Kabelfernsehen
  • 41m²
  • Platz für bis zu 4 Personen
  • Kostenloses WLAN
  • Nichtraucher Wohnung
  • Baby- oder Kinderbett kostenlos
  • Voll ausgestattete Küche
  • Backofen
  • Herd
  • Geschirrspülmaschine
  • Kühlschrank
  • Haartrockner
  • Bettwäsche und Handtücher
  • Waschmaschine und Trockner im Keller
  • Wohnung liegt im Obergeschoss
  • Padmaschine

Details zu den Apartments

Ferdinand Freiligrath war neben Heinrich Heine und Georg Herwegh der populärste deutschsprachige Lyriker in der Mitte des 19 Jahrhunderts. Seine Gedichte konnte ganz Deutschland auswendig. Schumann, Mendelssohn-Bartholdy, Liszt und Carl Loewe haben sie vertont. Wie in seinem Werk zwischen biedermeierlicher Romantik und revolutionärem Agitprop so spiegelt sich in seinem Schicksal die deutsche Geschichte des 19. Jahrhunderts.

Geboren am 17. Juni 1810 als Sohn eines Schulmeisters in Detmold - sein Geburtshaus befindet sich in der Straße Unter der Wehme 5 - muss der „Bücherfresser“ Ferdinand kurz vor dem Abitur die Schule abbrechen. Gemeinsam mit seinem Vater -die Mutter war früh gestorben - sattelt er um. Beide wollen sich fortan den Lebensunterhalt als Kaufleute verdienen. Der 15 jährige Ferdinand kommt bei seinem Onkel, der im westfälischen Soest mit Kolonialwaren handelt, in die Lehre. Nebenher setzt er sein Sprachenstudium fort, was ihm später nicht nur als Händler und Banker, sondern auch als Übersetzer und Dichter nützlich werden soll.

Früh beginnt er, Verse zu schreiben. Sein erstes erhaltenes Gedicht ist dem isländischen Moostee seiner Stiefmutter gewidmet, mit dem er sein Halsweh besiegte. Die Wirkung dieses Zaubertranks scheint heftig gewesen zu sein. In kraftvollen Versen besingt der 16 jährige die Insel der Geysire und Vulkane samt der germanischen Götterwelt. Freiligraths „Debüt“ beeindruckt noch heute und fehlt in keiner Werksausgabe.

Die heilkundige Stiefmutter hat ihre Schwester mit in die Familie Freiligrat gebracht, und der junge Handelslehrling entwickelt schnell eine große Zuneigung zu der zehn Jahre älteren Karoline Schwolllmann. Seine Liebe wird erwidert. Als sein Vater im Sterben liegt schreibt der 18 jährige nicht nur das berühmte O lieb, solang du lieben kannst, sondern verspricht auch, Karoline zu heiraten.

Erste Gedichte Freiligraths wurden 1828 im „Soester Wochenblatt“ veröffentlicht. An die Zeit in Soest schlossen sich berufliche Tätigkeiten in Amsterdam und Barmen an.

1839 begann Freiligrath in Unkel am Rhein sein Leben als freier Schriftsteller. 1840 veröffentlichte er „Das malerische und romantische Westfalen“. Das Werk entsprach dem herrschenden Weltgeist, in dem Landschaft und Region als politische Bezugsgrößen und literarisches Neuland entdeckt wurden und das Interesse an Märchen, Sagen und literarischem Volksgut erwachte.

Es folgten mehrere Jahre in Thüringen, wo er 1841 in Goßneuhausen Ida Melos, Tochter des Gymnasialprofessors und Buchautors Johann Gottfried Melos aus Großmonra, heiratete.

Mit der Sammlung politischer Gedichte „Ein Glaubensbekenntniß“ begründete er seinen Ruf als politischer Dichter. Wegen der Gefahr polizeilicher Verfolgung verließ er Deutschland und ging 1845 nach Brüssel. Dort kam er u.a. mit Karl Marx in Kontakt. In der Schweiz, wo er auch Gottfried Keller und Franz Liszt kennenlernte, veröffentlichte er 1846 den Gedichtband Ca ira! . Darin bringt er zum Ausdruck, das die Zeit für eine Revolution in Deutschland reif sei.


Aus finanziellen Gründen ging Freiligrath 1846 nach London, wo er zunächst als Korrespondent eines Handelshauses und später als Universitätsdozent arbeitete. Er war auf dem Sprung nach Amerika, als in Deutschland die 1848er Revolution ausbrach. Er kehrte nach Düsseldorf zurück, wo er Freunde hatte. Von dort aus beteiligte er sich aktiv an der Revolution. Am 1. August 1848 trug Freiligrath im Volksklub, einer linken Vereinigung in Düsseldorf, sein Gedicht Die Todten an die Lebenden vor. Das Gedicht wurde in 9000 Exemplaren gedruckt und verbreitet. Freiligrath wurde daraufhin wegen Aufreizung zu hochverrätherischen Unternehmungen angeklagt, aber freigesprochen. Nach Polizeiangaben feierten 15.000 Menschen Freiligraths Freispruch, unter ihnen Karl Marx.

Ab Mai 1851 lebte Freiligrath wieder in London. 1858 nahm er die englische Staatsbürgerschaft an. Aufgrund einer Spendensammlung einiger Barmer Freunde war Freiligrath in der Lage, 1868 nach Deutschland zurückzukehren. Da er in Preußen noch immer politisch verfolgt war, ließ er sich 1874 im württembergischen Cannstatt bei Stuttgart nieder.

Nach der gescheiterten Revolution flachte Freiligraths Begeisterung für Revolution, Klassenkampf und Proletariat ab. In seinem Spätwerk schloss er sich der nationalen Begeisterungswelle an und begrüßte mit patriotischen Gedichten wie Hurra, Germania! den Krieg gegen Frankreich und die Reichsgründung von 1871.

Nach dem Deutsch-Französischen Krieg übte Freiligrath zunehmend Gesellschaftskritik. In dem Gedicht Die Trompete von Vionville äußert er sich distanziert zu dem Sieg der Deutschen und beklagt die Toten.

1876 starb Freiligrath an Herzversagen im Wirtshaus „Alter Hase“ in Cannstatt. Auf dem Uff-Kirchhof bei Cannstatt wurde er beigesetzt.

Nach Freiligrath sind in vielen deutschen Städten Straßen, Plätze und Schulen benannt. Die erste Freiligrath-Straße wurde bereits 1871 in Detmold nach ihm benannt.
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Apt. 404 - Brahms - Johannes Brahms (1833-1897)

Johannes Brahms, in Hamburg geboren, gilt als einer bedeutendsten Komponisten der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Er weilte jeweils in den letzten drei Monaten der Jahre 1857-1859 in Detmold. Hier unterrichtete er die Prinzessin Friederike zur Lippe, Laura von Meysenburg und andere Damen der High Society Detmolds im Klavierspielen, gab private und öffentliche Konzerte und leitete einen „Singverein“. Außerdem befasste er sich mit einem neuen großen Kompositionswerk: dem ersten Klavierkonzert op. 15 in d-Moll, das am 22. Januar 1859 in Hannover uraufgeführt wurde.In die Detmolder Zeit fällt auch die enge Beziehung zu Agathe von Siebold, einer jungen Göttinger Adligen. Kaum waren die Verlobungsringe mit ihr getauscht, machte Brahms einen Rückzug. In dem von ihm komponierten Lied Unter Blüten des Mai´s spielt`ich mit ihrer Hand läßt Brahms seine Beziehung zu Agathe von Siebold anklingen. Brahms blieb unverheiratet, verehrte und liebte aber zeitlebens die 14 Jahre ältere Clara Schumann, die Ehefrau und Witwe Robert Schumanns.

Die Jugendmusikschule Detmold trägt den Namen des großen Komponisten. Eine steinerne Büste von Johannes Brahms im Schloßpark Detmold erinnert an dessen Zeit in der lippischen Residenz. Im Brahmssaal der Hochschule für Musik Detmold finden Musikveranstaltungen, insbesondere öffentliche Prüfungskonzerte statt.

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Ausstattung

  • Kostenloses WLAN
  • Nichtraucher Wohnung
  • Baby- oder Kinderbett kostenlos
  • Voll ausgestattete Küche
  • Kaffeemaschine
  • Haartrockner
  • Bettwäsche und Handtücher
  • Wohnung liegt im Obergeschoss
  • Satellitenfernsehen
  • Toaster
  • Loggia zur Meierstrasse
  • Platz für bis zu 2 Personen
  • Boxspringbett
  • 27m²

Apt. 405 - Meysenbug - Eine aristokratische Demokratin.

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Ausstattung

  • Platz für bis zu 4 Personen
  • Kostenloses WLAN
  • Nichtraucher Wohnung
  • Baby- oder Kinderbett kostenlos
  • Voll ausgestattete Küche
  • Backofen
  • Geschirrspülmaschine
  • Kaffeemaschine
  • Kühlschrank
  • Eisfach
  • Haartrockner
  • Bettwäsche und Handtücher
  • Waschmaschine und Trockner im Keller
  • Wohnung liegt im 2. Stock und ist über das Treppenhaus erreichbar
  • Satellitenfernsehen
  • Toaster
  • Loggia zur Meierstrasse
  • 31m²

Details zu den Apartments

Am 28. Oktober 1816 in Kassel als neuntes von zehn Kindern des hessischen Hofbeamten Carl Rivalier geboren zog die junge Frau im Alter von 16 Jahren wegen politischer Unruhen in Kurhessen mit ihrer Familie nach Detmold. Durch die Bekanntschaft mit dem Theologiestudenten und Pfarrerssohn Theodor Althaus, der ihr Liebhaber wurde, löste sich Malwida von Meysenburg von der konservativen Prägung durch ihre Familie und wurde Vertreterin aufklärerischen Gedankenguts. Althaus, der das Gymnasium Leopoldinum in Detmold besucht und Theologie in Bonn und Jena studiert hatte, gehörte zu den Vorkämpfern demokratischer Ideen in seiner Zeit. Wegen Aufforderung zum Hochverrat wurde er 1849 zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Er starb im Alter von nur 30 Jahren 1852 In Gotha an Leukämie.

Malwida von Meysenburg, die stark von Althaus beeinflußt war, befasste sich u.a. mit der Philosophie Hegels, trat für Frauenemanzipation ein und kam so mit sozialistischen Kreisen in Verbindung. Ihre Unterstützung der Märzrevolution von 1848 brachte sie endgültig in Widerspruch zu ihrer eher reaktionären Familie.

Nach dem frühen Tod ihres Vertrauten, Theodor Althaus, emigrierte sie, auch um einer drohenden Verhaftung zu entgehen, nach London. Dort lernte sie u.a. Carl Schurz, den radikaldemokratischen deutschen Revolutionär und nach seiner Auswanderung in die USA erfolgreichen Politiker an der Seite Abraham Lincolns, sowie den russischen anarchistischen Revolutionär Alexander Herzen kennen. Herzen, bei dem sie wohnte, machte sie mit weiteren Persönlichkeiten des Londoner Exils bekannt. Darunter waren u.a. Ferdinand Freiligrath und der italienische Freiheitskämpfer Guiseppe Garibaldi. 1860/61 lebte Malwida von Meysenburg in Paris, dem damaligen kulturellen Zentrum Europas. Hier war sie häufig zu Gast bei Richard Wagner, der sie mit der Philosophie Arthur Schopenhauers bekannt machte. Auch mit Charles Baudelaire und dem Komponisten Hector Berlioz stand sie in Beziehung. Bei der Grundsteinlegung des Bayreuther Festspielhauses im Jahre 1872 lernte sie Friedrich Nietzsche kennen, dessen Gönnerin und Freundin sie wurde. Im Sommer 1873 zog sie nach Bayreuth.

1890 lernte Malwida von Meysenburg in Rom den 50 Jahre jüngeren Romain Roland kennen. Er wurde ihr letzter enger Vertrauter. 1903 starb sie in Rom und wurde dort auf eigenen Wunsch ohne geistliche Begleitung auf dem Cimitero acattolico beigesetzt.
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Apt. 406 - Carl Weerth - Sohn einer bekannten Detmolder Familie

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Ausstattung

  • Platz für bis zu 4 Personen
  • Kostenloses WLAN
  • Nichtraucher Wohnung
  • Baby- oder Kinderbett kostenlos
  • Voll ausgestattete Küche
  • Backofen
  • Herd
  • Geschirrspülmaschine
  • Kaffeemaschine
  • Wasserkocher
  • Kühlschrank
  • Eisfach
  • Haartrockner
  • Bettwäsche und Handtücher
  • Waschmaschine und Trockner im Keller
  • Wohnung liegt im 2. Stock und ist über das Treppenhaus erreichbar
  • Padmaschine
  • Satellitenfernsehen
  • Toaster
  • Loggia zur Meierstrasse
  • 32m²

Details zu den Apartments

Carl Weerth kam am 23. Januar als erstes von fünf Kindern des Detmolder Generalsuperintendenten Ferdinand Weerth zur Welt. Nach dem Abitur am Leopoldinum, wo er die Bekanntschaft mit Ferdinand Freiligrath machte, begann er das Studium der Theologie in Göttingen. Sein Examen legte er 1834 an der Universität Bonn ab. Danach zog es ihn zurück nach Detmold. Er bekam eine Stelle als Collaborator am Detmolder Seminar, wo auch sein Vater lehrte. Schon während seines Theologiestudiums galt Weerths Interesse der Naturwissenschaft. Auf seine Initiative gründete sich 1835 im Detmolder Rathaus der Naturwissenschaftliche Verein für das Fürstentum Lippe. Zweck des Vereins war der Aufbau einer „Naturalien Sammlung“, die den Grundstock des Lippischen Landesmuseums bilden sollte.

Ab 1837 arbeitete Weerth als Lehrer an seiner ehemaligen Schule, dem Leopoldinum, erst als Hilfslehrer, später als Gymnasiallehrer für Mathematik und Naturwissenschaften. Als Lehrer unternahm er zahlreiche Reisen durch ganz Europa, teilweise in Begleitung seines jüngeren Bruders Georg, der ihn in London auch mit Karl Marx bekannt machte.

Für sein Wirken wurde ihm der Professoren-Titel verliehen sowie das Fürstlich-Lippische Ehrenkreuz. Bis zu seinem Tod im Jahre 1889 leitete er das Lippische Landesmuseum.

Der jüngere Bruder Georg Weerth wurde als Schriftsteller, Satiriker, Journalist und Kaufmann bekannt. Er starb mit 34 Jahren in Havanna, Kuba. Viele seiner Schriften befinden sich in der Lippischen Landesbibliothek Detmold.
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Apt. 407 - Grabbe - (1801-1836)

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Ausstattung

  • Kostenloses WLAN
  • Platz für bis zu 4 Personen
  • Nichtraucher Wohnung
  • Baby- oder Kinderbett kostenlos
  • Voll ausgestattete Küche
  • Backofen
  • Herd
  • Geschirrspülmaschine
  • Kaffeemaschine
  • Wasserkocher
  • Kühlschrank
  • Eisfach
  • Haartrockner
  • Bettwäsche und Handtücher
  • Waschmaschine und Trockner im Keller
  • Padmaschine
  • Satellitenfernsehen
  • Toaster
  • 48m²

Details zu den Apartments

Grabbe kam als Sohn eines Zuchthausaufsehers in Detmold zur Welt. Sein Geburtshaus ist das heutige Café Gothland mit der Studio-Bühne des Landestheaters Detmold in der Bruchstraße.

Schon als Gymnasiast mit 16 Jahren versuchte Grabbe sich als Dramatiker. Ein Stipendium der Fürstin Pauline ermöglichte dem jungen Grabbe ein Jura-Studium in Leipzig, das er in Berlin fortsetzte. In Berlin lernte er auch Heinrich Heine kennen. Nach Abschluss des Studiums bemühte er sich ohne Erfolg um eine Stelle als Schauspieler oder Regisseur an einem deutschen Theater. 1823 kehrte er nach Detmold zurück, aber erst 1828 gelang es ihm, in seiner Heimatstadt eine bezahlte Stelle als Auditeur (Militärischer Justizbeamter) zu bekommen.

Ab 1831 verschlechterte sich Grabbes Gesundheitszustand zusehends als Folge seines Alkoholismus. Seine Ehe mit Louise Christiane Clostermeier erwies sich als unglücklich. 1834 gab er sein Amt in Detmold auf. Über Frankfurt am Main reiste er nach Düsseldorf. Dort arbeitete er mit Karl Immermann an dem von Immermann erneuerten Stadttheater. Diese Zusammenarbeit dauerte aber wegen Grabbes Depressivität und wegen seiner Alkoholexzesse nicht lange.

1836 kehrte er nach Detmold zurück. Seine Frau reichte die Scheidung ein. Noch im selben Jahr starb Grabbe in seiner Geburtsstadt an Rückenmarksschwindsucht. Sein Sterbehaus steht in der Straße Unter der Wehme (Grabbe-Cafe).


Neben Georg Büchner war Christian Dietrich Grabbe der bedeutendste Erneuerer des deutschsprachigen Dramas seiner Zeit. In seinen Stücken lies er eine desillusionierende bis pessimistische Weltsicht erkennen mit teilweise schrillen Szenen. Zu seinen Werken zählen Die Hermannsschlacht, Herzog Theodor von Gothland, Napoleon oder Die hundert Tage , Don Juan und Faust, Marius und Sulla und Hannibal. Sein Werk Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung wird als eine der wirkungsvollsten deutschen Komödien noch heute des öfteren gespielt.

Die Stadt Detmold vergibt seit 1994 in unregelmäßigen Abständen zusammen mit der Grabbe-Gesellschaft und dem Landesverband Lippe den Christian Dietrich Grabbe Preis für neue dramatische Literatur. Eine Straße sowie ein Gymnasium tragen den Namen des außergewöhnlichen Detmolder Dramatikers.
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Apt. 408 - Arminius - Hermann der Cherusker (17 v. Chr.- 21 n. Chr.)

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Ausstattung

  • Platz für bis zu 4 Personen
  • Kostenloses WLAN
  • Nichtraucher Wohnung
  • Baby- oder Kinderbett kostenlos
  • Voll ausgestattete Küche
  • Backofen
  • Herd
  • Geschirrspülmaschine
  • Kaffeemaschine
  • Wasserkocher
  • Kühlschrank
  • Eisfach
  • Haartrockner
  • Bettwäsche und Handtücher
  • Wohnung liegt im 2. Stock und ist über das Treppenhaus erreichbar
  • Satellitenfernsehen
  • Toaster
  • 2 Schlafplätze im Spitzboden über Leiter erreichbar
  • 27m²

Details zu den Apartments

Im Jahre 9 n.Chr. vernichtete ein germanisches Heer unter der Führung des Cheruskerfürsten Hermann drei Legionen der stolzen Römischen Armee unter dem Kommando des römischen Statthalters in Germanien, Publius Quinctilius Varus. Der römische Geschichtsschreiber Tacitus nannte den Führer der Germanen später den „Befreier Germaniens“ (Liberator Germaniae).

Das Hermannsdenkmal bei Detmold erinnert an diese „Varusschlacht“, die für die Geschichte der Deutschen von größter Bedeutung war. Hermann der Cherusker wurde besonders im 19. Jahrhundert zu einer nationalen Mythen- und Symbolfigur und Teil des deutschen Gründungsmythos.

Hermann kam aus einer der führenden Familien des Stammes der Cherusker. Er stand wie viele seiner germanischen Zeitgenossen zunächst auf der Seite Roms. Mehrere Jahre hatte er in der Römischen Armee als Legionär gedient und war mit dem römischen Militärwesen vertraut. Er hatte das römische Bürgerrecht sowie den Rang eines Ritters erworben. Auch die lateinische Sprache beherrschte er.

Der Statthalter Roms in Germanien, Publius Quinctilius Varus, verwaltete die Teile Germaniens, die fest in römischer Hand waren, mit großer Härte und drakonischen Strafen und presste unbarmherzig Abgaben an Rom aus der Bevölkerung. Das und die demütigende Behandlung der Germanen durch die römische Besatzung rief den Widerstand der Germanen hervor. Aufstände gegen die Römer häuften sich. Hermann, der das Vertrauen von Varus genoss, bündelte die germanischen Widerstandskräfte und schlug im Jahre 9 n. Chr. die römischen Legionen vernichtend. Die Vertrautheit mit der heimatlichen Landschaft und die Kenntnis des römischen Militärwesens kamen ihm dabei zugute.

Die Geschichte des Cheruskerfürsten und die Varusschlacht gerieten über Jahrhunderte in Vergessenheit. Erst die Wiederentdeckung der „Germania“ des Tacitus im Jahre 1455 im Kloster Hersfeld und seiner „Annalen“ im Jahre 1507 im Kloster Corvey weckten das Interesse an den Germanen und an Arminius. Beide Werke bildeten im Zeitalter des Humanismus und danach die wichtigsten Grundlagen für das um die Person des Arminius entstehende deutsche Nationalbewusstsein.
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Apt. 409 - Thusnelda - Thusnelda, die Gemahlin des Arminius.

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Ausstattung

  • Kostenloses WLAN
  • Nichtraucher Wohnung
  • Baby- oder Kinderbett kostenlos
  • Backofen
  • Herd
  • Kaffeemaschine
  • Kühlschrank
  • Eisfach
  • Haartrockner
  • Bettwäsche und Handtücher
  • Waschmaschine und Trockner im Keller
  • Satellitenfernsehen
  • Toaster
  • 2 Schlafplätze im Spitzboden über Leiter erreichbar
  • 15m²

Details zu den Apartments

Thusnelda (um 10 v.Chr. -17 n.Chr.) war eine Tochter des den Römern nahestehenden Cheruskerfürsten Segestes und die Gemahlin des Arminius, der die Römer im Jahre 9 n.Chr. vernichtend geschlagen hatte.

Thusnelda, von ihrem Vater bereits einem anderen Mann versprochen, wurde von Arminius - wohl mit ihrem Einverständnis - entführt und von ihm geheiratet. Dieser Vorgang verschärfte die Spannungen zwischen den beiden Familien und führte zu gewaltsamen Auseinandersetzungen. Dabei gelang es Segestes, Arminius in seine Gewalt zu bringen. Arminius schaffte es jedoch, sich zu befreien. Thusnelda ging nicht zu ihrem Vater zurück. Segestes ließ daraufhin seine inzwischen schwangere Tochter entführen und auf seinem Gaugrafensitz, der Eresburg bei Obermarsberg oder dem Desenberg bei Warburg, festsetzen. Arminius belagerte daraufhin Segestes, allerdings ohne Erfolg. Dieser hatte eine Gesandtschaft zu den Römern geschickt und um Hilfe gegen Arminius gebeten. Germanicus, der Statthalter der Römer in Germanien, sprengte den Belagerungsring des Arminius. Segestes übergab daraufhin seine Tochter dem Germanicus, der sie nach Ravenna bringen ließ. Dort gebar Thusnelda Arminius`Sohn, Thumelicus.

Im Mai 17 wurden Thusnelda und Thumelicus im Triumphzug als Siegestrophäen durch Rom geführt. Segestes wohnte dem peinlichen Schauspiel als Ehrengast bei. Über das weitere Schicksal Thusneldas und ihres Sohnes Thumelicus ist nichts bekannt.

Der Name Thusnelda, der im 19. Jahrhundert noch positiv besetzt war, wurde im 20 Jahrhundert umgedeutet. Dabei spielte Kleist` Hermannschlacht, Schullektüre etlicher Generationen, eine wichtige Rolle. Thusnelda wurde zur Bezeichnung für nervige Ehefrauen und weibliche Dienstboten. Daraus entstanden die Tusnelda, das Kosewort Tusschen und schließlich die Tussi, als Schimpfwort für Frauen.

Thusneldas Schicksal hat Künstler aller Epochen inspiriert. So soll die trauernde Barbarin in der Loggia dei Lanzi in Florenz Thusnelda darstellen. Die bekannteste Darstellung in der Kunst stammt von dem deutschen Historienmaler Carl Theodor von Piloty, dessen monumentales Gemälde Thusnelda im Triumphzug des Germanicus von 1873 in der Neuen Pinakothek in München gezeigt wird.
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